Im Kurs werden typische Notfallsituationen aus dem außerklinischen Bereich besprochen. Gemeinsam mit erfahrenen Ärzten und Rettungsassistenten besteht die Möglichkeit Notfälle mittels Megacodetraining zu simulieren und deren korrekte Behandlung zu erlernen. Insgesamt soll der Workshop dazu dienen, mehr Sicherheit im Umgang mit kritischen Situationen zu gewinnen.
Im Kurs werden die Ursachen von Schluck- und Sprechstörungen bei beatmeten Patienten besprochen und die Bedeutung von Schluckstörungen für ein Weaningversagen erläutert. Es werden die diagnostischen Möglichkeiten für Sprech- und Schluckstörungen aufgezeigt und Untersuchungen demonstriert, die am Krankenbett durchführbar sind. Zudem werden auch ambulant durchführbare Therapiemöglichkeiten dargestellt.
Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen haben häufig einen abgeschwächten Hustenstoß, hierdurch ist die Sekretelimination aus den Atemwegen beeinträchtigt. Der Kurs vermittelt die Methoden zur Diagnostik einer Hustenschwäche und stellt die verschiedenen nichtinvasiven Techniken der Hustenassistenz wie manuelle Exspirationsunterstützung, air stacking und maschinelle Über- und Unterdruck-Hustenassistenz vor. Die praktische Anwendung wird im Detail erläutert, wichtige Fallstricke werden aufgezeigt.
Unter invasiver Beatmung kommt es durch den fehlenden Glottisschluss per se zu einer Hustenschwäche, diese kann zusätzlich durch eine Muskelschwäche auf dem Boden einer neuromuskulären Erkrankung oder einer Critical Illness Polyneuromyopathie verstärkt sein. Auf der anderen Seite kann eine starke Sekretproduktion wie bei COPD die Hustenkapazität überfordern und eine relative Husteninsuffizienz hervorrufen. Darüber hinaus kann ein kollaptisches Bronchialsystem die Sekretelimination behindern. Der Workshop vermittelt die verschiedenen Techniken zur Sekretelimiation unter invasiver Beatmung und erläutert deren differentielle Indikation in Abhängigkeit von der Ursache der zugrundeliegenden Husteninsuffizienz.
Insbesondere Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose können ihre Sprechfähigkeit verlieren, aber natürlich kann es auch bei anderen Erkrankungen zum Sprachverlust kommen, die Ursachen sind vielfältig. Im Kurs werden die heute verfügbaren Kommunikationshilfen vorgestellt und deren Möglichkeiten und Grenzen erläutert. Praktische Übungen an verschiedenen Geräten sollen die Einsatzmöglichkeiten verdeutlichen und wichtige Anregungen für die tägliche Arbeit liefern.
In diesem Workshop werden die unterschiedlichen Methoden der Tracheotomie dargestellt und deren Komplikationen und Langzeitrisiken. Es werden verschiedene Trachealkanülen vorgestellt und deren Vor- und Nachteile aufgezeigt. Zudem werden Sprechkanülen und spezielle Sprechadapter demonstriert. Darüber hinaus werden wichtige Tipps zum Kanülenwechsel, zum korrekten Absaugen und zur Tracheostomapflege vermittelt. Ebenso wird auf die Behandlungsmöglichkeiten bei Entzündungen und Granulomen oder bei ausgeprägtem parastomalem Speichelfluss eingegangen.
Die Überleitung von der Klinik in den außerklinischen Bereich ist ein vulnerabler Prozess, der einer sehr guten Vorbereitung bedarf. Anhand von Fallbeispielen werden die zu berücksichtigenden Fakten aufgezeigt und der Ablauf eines zeitgerechten und strukturierten Überleitungsmanagements demonstriert.
Im Mittelpunkt dieses Workshops stehen die Herausforderungen bei der Kinderintensiv- und Beatmungspflege, insbesondere im Hinblick auf das Entwicklungspotential von Kindern, aber auch auf die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens mit Beatmung, und auf die nicht immer einfache Interaktion zwischen betroffenem Kind, Familie und Pflegeteam.
Im theoretischen Teil werden die physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen der Atmung und der Beatmung dargestellt. Darauf aufbauend werden die relevanten Verfahren und Formen der Beatmung präsentiert und die aktuell relevanten Beatmungsmodi erläutert. Im praktischen Teil besteht die Möglichkeit, am Beatmungsgerät die verschiedenen Beatmungsmodi zu programmieren und selbst auszutesten.
In diesem Workshop werden die verschiedenen Techniken zur Messung der Blutgase und der Sauerstoffsättigung vorgestellt. Neben der korrekten Indikationsstellung für die jeweilige Untersuchung werden auch die Einsatzmöglichkeiten sowie die Wertigkeit der Messverfahren im ambulanten Bereich erörtert.
In diesem Workshop können sich Betroffene über die Möglichkeiten zur Ernährung bei Schluckstörung informieren. Darüber hinaus wird die Bedeutung der Ernährungsbehandlung bei hohem Kalorienbedarf bzw. Gewichtsverlust erläutert. Betreuungspersonen erhalten Tipps zum Umgang mit Ernährungssonden, darüber hinaus werden Lösungsmöglichkeiten für Probleme wie Reflux, Diarrhoe, Übelkeit oder Meteorismus aufgezeigt. Betroffene demonstrieren wie ein Restaurantbesuch mit PEG aussehen kann und ermutigen zur Ernährung mit "Wunschkost" als Alternative zur Formuladiät.
19. Jahrestagung
der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V.
6. Beatmungssymposium
unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V